2025 war das Jahr, in dem ich in vielerlei Hinsicht gelandet bin. Nicht spektakulär, sondern leise. Nach Jahren der inneren Unruhe: Frieden mit dem, was ist.
Das klingt nach Platitüde, ich weiß. Aber es gibt keine anderen Worte dafür. Dieses Jahr hat mir gezeigt: Ich kann im Uneindeutigen leben, ohne daran zu zerbrechen. Ich kann Brücken bauen, ohne mich zu verlieren. Ich kann stolz sein – endlich.
Gleichzeitig war es auch ziemlich langweilig. Gut-langweilig. Die Art, die entsteht, wenn die Basis stabil genug ist. Und die mir zeigt: Ich bin bereit für mehr. Für Funken, für Reibung, für Lebendigkeit.
Aber lies selbst.
Meine Themen und Highlights in 2025
Landen im „Ist“
Es ist Ende 2025, irgendwo zwischen Weihnachten und Neujahr. Eine Zeit, in der ich – seit ich mich erinnern kann – in einem gefühlsmäßigen Loch verschwunden bin. Dieses Jahr nicht.
2025 war ein Jahr, in dem ich gelernt habe, mit innerer Unruhe Frieden zu schließen. Noch mehr meinen Ängsten sinnvoll und voller Mitgefühl zu begegnen In meinen Realitäten zu landen und von dort aus zu gestalten.
Still. Unspektakulär. Auf vielen Ebenen gleichzeitig.
Das ist richtig gut, ach was: Toll. Und ehrlich gesagt: auch ziemlich langweilig. Aber genau darin, liegt für mich die Grösse dieses Jahres verborgen.
Mir fehlen Funken, Reibung, Inspiration. Anfang 2025 hätten mich genau diese Dinge aus der Bahn geworfen, nur mehr Unruhe geschaffen. Heute merke ich: Die Basis trägt.
Und genau deshalb meldet sich dieser Teil in mir wieder, der Teil, der noch mehr gestalten will, riskieren will, lebendig sein will.
Das fühlt sich richtig an.
Und ja: Ich bin stolz darauf. Denn diese Stabilität ist nicht einfach passiert; ich habe sie mir erarbeitet.

Freiwillig-unfreiwilliges Bootcamp Ambiguitätstoleranz
Wir Menschen tun uns so viel leichter mit dem Eindeutigen und Klaren. Das ist die Antwort. So ist es richtig. Schwarz oder Weiß. Das Problem ist nur: So ist die Welt nicht, das Leben nicht und noch nie gewesen. 2025 war für mich ein Bootcamp in Ambiguitätstoleranz : die Kunst, das Uneindeutige und Komplexe auszuhalten und damit umzugehen.
Ich lebe als Deutsche in den Niederlanden und navigiere täglich zwischen verschiedenen kulturellen Erwartungen. Ich war durch innere Einstellungen und internationale Freundschaften Angriffen ausgesetzt und habe Leid aus verschiedenen Richtungen versucht zu verstehen und zu tragen. Ich habe regelmässige gesellschaftliche Meinungen, die sich keinem „Lager“ zuordnen lassen. Zwischen den Welten zu stehen und sie trotzdem zu verbinden fordert innere Kraft. Besonders dann, wenn die eigene Seele Sehnsucht nach Stabilität und innerem Frieden hat.
Aber 2025 hat mir etwas gezeigt: Diese Haltung im Dazwischen ist mir mehr als grundlegendes Prinzip. Sie ist zu einer echten Kompetenz geworden. Denn nur hier, in den Zwischenräumen, gibt es Menschlichkeit und Verbindung. Das Gegenteil von Konflikt entsteht nicht im Schwarz-Weiß, sondern genau dort, wo ich in mir die Fragen aushalte, gut zuhöre und Brücken baue. Zu merken, was sich dadurch im Kleinen verändert, hat mich wirklich froh gemacht.
Damit direkt verbunden ist mein folgendes Thema 2025:
Feste Anker und „Zuhause“s
Zuhause: Ein Thema, das mich schon lange begleitet. Wo ist Zuhause? Wie gehöre ich dazu? Schon immer fühle ich mich irgendwo zwischen den Welten. Ich bin nicht spontan ein Gruppenmensch. Orte finden, die wirklich „meine“ sind und in denen ich mich einfach richtig am Platz fühle: Eine Sehnsucht.
2025 habe ich zwei zentrale Zuhauses bewusst weiter ausgebaut und aktiv mitgestaltet.
Zuhause Nr 1: Jeden Montag Abend: Deep Listening
Seit zwei Jahren treffe ich mich online mit zwei wunderbaren Frauen aus Israel und Grossbritannien. Seit einigen Monaten kommt eine zweite Gruppe dazu, mit einem Mann aus Nordengland. Was als Online-Methoden-Übung begann, ist zu echtem Zuhause geworden. Ich kann nicht in Worte fassen, was diese Montag-Abende bewirken. Ich weiß nur: Danach bin ich wirklich froh. Immer.
Deep Listening bedeutet: Ohne Urteil, mit offenem Herzen zuhören – anderen und sich selbst. Wirklich gesehen und gehört werden. Diesen Raum leben wir gemeinsam und füllen ihn mit Wärme, jede Woche neu. Verbindungen, die tragen.
Falls dich die Arbeit von Rosamund Olivier, Deep Listening interessiert, hier ist der Link zum Deep Listening Training.

Zuhause Nr. 2: Mein Ehrenamt Nijmegen Stad van Compassie
Seit 1,5 Jahren bin ich dabei, erst vorsichtig, ein wenig suchend, mir bewusst, dass ich viele Strukturen nicht kenne und deutlich minder sprachgewandt bin. Im letzten Jahr habe ich immer mehr den Mut gefasst, Dinge zum Thema zu machen, die mir wichtig waren. „Ich“ zu sein, alles einzubringen, was ich zu bieten habe. Es war natürlich kein Risiko, fühlte sich aber anfangs risikovoll an für mich. Und zu viel Wärme und Reichtum hat mich mein Mut geführt. Als Mensch gemeinsam mit Menschen. Und auch: Als eine, die was zu sagen und einzubringen hat, einen Unterschied macht.
Wir schätzen uns sehr, mit allen unseren Besonderheiten. Wir machen das miteinander, lernen voneinander und bauen gemeinsam an immer weiter an unserer Vision für eine wärmere, verbundene Stadt. Zuhause.
Mein Buchtipp für alle Zuhause-Suchende: Das Buch „Zuhause“ von Daniel Schreiber. Auch als Hörbuch, von ihm sehr schön eingesprochen. (Ich liebe seinen Stil, seine Einsichten und seine unkonventielle Art, auf die Welt zu schauen. In all seinen Büchern)

Die Power einer Kundin und neue Lust auf Coachen
2024 hatte ich sehr schweren Herzens beschlossen: Ich lasse mein Business los. Für immer oder für jetzt. Aber eine Kundin, mit der ich schon seit 2021 immer wieder zusammenarbeitete begleitete wollte auch in 2025 circa einmal pro Monat eine Sitzung. Die perfekte Zusammenarbeit, alles passt – und dadurch entsteht auf so tiefen Ebenen Veränderung, die sich auch deutlich im Alltag widerspiegelt. Und ich merkte wieder: Ich bin Coach in Herz und Nieren, schon seit 2000. Das kann man einfach nicht aus mir herausnehmen. So viel mehr als einfach nur viele gelernte Methodiken. Und was ich auch sehr deutlich fühle: Meine letzten Jahre haben mich noch besser gemacht, mir noch mehr Tiefe gegeben und noch mehr Lebenseinsichten jenseits von Methodiken.
Liebe Dana, unsere Arbeit hat mich im tiefen Inneren fühlen lassen: Ich weiß noch nicht wie ich es schaffe, mehr Kundinnen aufmerksam zu machen auf mich, aber ich möchte unbedingt regelmässig coachen. Weil es mich erfüllt und weil ich es kann. Und es mich sehr viel gekostet hat – in jeder Hinsicht – um mir diese Kompetenzen aufzubauen.
Dana Granowki hat mir erlaubt, ihre Rückmeldung auf Facebook hier zu teilen. Weil Danas Weg so schön und beeindruckend ist, kopiere ich den ganzen Text hier rein. (Und die Tüte ist auf dem Foto wirklich eine Tüte mit Papieren)
„Ein ganzer Lebensabschnitt in einer Tüte. Nicht nur die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus den Jahren 2017 bis 2019 wurden in den vergangenen Tagen zum Grab des Papiercontainers getragen.
Das Ende eines Lebensabschnittes, welches nicht durch Selbstbestimmung erfolgte, war die schwierigste Aufgabe der letzten Jahre. Aber da das Leben immer ein Weg ist, hielt es viele neue Erfahrungen für mich bereit. So durfte ich eine ganz andere Art der Begleitung durch Coaching erleben.
Anne Niesen begleitet mich seit 2021, zunächst am meisten als eine Art Feuerwehr, diese war angesichts der instabilen Augenproblematik und den Konsequenzen daraus auf Familie, Beruf und für mich persönlich oft nötig.
So lernte ich Akzeptanz, aber nicht nur das. Anne erlaubte mir, alles sein zu dürfen, wann immer ich wollte, die wütende Dana, die ohnmächtige, die traurige und die mit den neuen Ideen. Ihr erstes Geschenk an mich: der Raum, den du zulässt, macht frei und wenn du genug geweint hast und jedes Muss loslässt, ist da Luft zum Atmen. Mit dieser frischen Luft wird der Kopf wieder kreativ und schon bald starteten wir in die erste richtige Coachingrunde.
Der Auftrag: wer bin ich nun und was ist meine neue Identität?
Im vergangenen Winter geriet ein Bild in mir ins Wanken, was Anne und ich so freudig und voller Stolz erarbeitet hatten. Meinen Notruf verstand sie sofort.
Die neue Idee: Anne im Abo! Ach wie schön – eine Lebensbegleitung für ein Jahr, immer da und auch weiter offen für jeden Weg und jede Lebenssituation und nur zwei Monate später trug ich dieses Bild auf meinem Unterarm.
Kaum ein Jahr stand so sehr im Zeichen von persönlicher Entwicklung und Wandel wie dieses. Ich lies vieles und so manchen hinter mir, ich lernte neues Selbstvertrauen und wer und was wirklich zu mir passt. Die Gehhilfen dafür zeigte sie mir auf ihre einzige empathische, klare Art. Annes Coaching würde ich um nichts in der Welt mehr eintauschen.
Ich kann gar nicht ausdrücken wie dankbar ich für diese Art von Lebenstraining bin.
Alle, die diesem wunderbaren Jahr zum Opfer gefallen sind, sage ich Danke und es war schön, dass ihr da wart und allen, die noch bleiben wollen, sage ich: let‘s fetz – es gibt noch viel zu erleben in diesem Leben.
Liebe Anne, teilen erlaubt und tausend Dank!
Tausend Dank, Dana. Denn: Es braucht zwei, damit Coaching wirkungsvoll sein kann.

Das Maikind wird 60
Lange dachte ich: Das ist mir doch egal, das mit der sechzig. Ganz so egal war es mir dann doch nicht.
Irgendwo hingen Bilder fest: Von grauhaariger, asexueller Seniorin. Von großen Feiern und Reisen bei runden Geburtstagen. Quatsch natürlich, das weiß mein Kopf.
Die Monate vor meinem sechzigsten sind trotzdem eine Art Befreiungsschlag: Von gesellschaftlichen und inneren Bildern. Von Erwartungen an das Leben. Raum bekommt die Frage: Was will ich? Was kann und passt und macht mich froh?
Ich bin mit so viel Freude und Lachen 60 geworden im Mai. Ohne rauschendes Fest, dafür in kleinen entspannten Begegnungen. Brunch zu zweit, Abendessen zu viert, Kaffeetrinken am nächsten Tag. Am Wochenende Besuch einer Freundin, die extra für mich ihren eigenen Geburtstag nicht gefeiert hat. Für alle hatte ich genug Energie. An keiner Stelle Stress, keine Erwartungen. Einfach nur Freude am Leben, so wie es ist. Mit Allem. Dieser Geburtstag klingt noch immer in mir nach.

Meine ‚Gurus‘ 2025 – und wozu sie mir Mut gemacht haben.
Ich höre einen niederländischen Podcast, in dem eine Frau regelmäßig ihren momentanen „Guru“ vorstellt. Mit Zwinkern; gemeint sind öffentliche Menschen, die sie mag, die sie inspirieren. Ich habe es nicht so mit „Gurus“, aber 2025 habe ich bewusst hingeschaut: Von wem fühle ich mich angezogen? Warum ist das so? Was hat das mit mir zu tun, und was sagt das über das, was ich leben will?
Zwei Menschen fallen mir sofort ein, die mich auf ihre ganz eigene Weise inspiriert haben. Beide verbinden Welten, beide sind tiefgründig, beide sind Pioniere auf ihre Art. Sie leben, was ich auch bin und was mir wichtig ist. Sie machen ihr Ding, weil sie nicht anders können, weil sie sich nicht verbiegen. Kein Mainstream, keine Instagram-Plattitüden. Genau darum ziehen sie mich an.
Daniel Schreiber (Autor) liebt Sprache, wie ich. Er ist feinsinnig und tiefsinnig und traut sich, die großen Themen zu denken und zu schreiben: in einem Stil, den er geprägt hat. Er ist ein Suchender, einer mit internationaler Erfahrung und vielen Brüchen. Eher leise und doch kraftvoll. Sein Mut, nicht die schnellen vermeintlichen Antworten zu liefern, gibt mir Ruhe. Seine Bücher Zuhause und Allein haben mich getragen und anders fühlen lassen. Er spricht fließend Englisch, schreibt seine Bücher aber auf Deutsch. Das hat mir Mut gemacht, in meinen Texten bei meinen sprachlichen Wurzeln zu bleiben.
Esther Perel ist eine international bekannte Psychotherapeutin, deren Podcast „Where should we begin“ ich schon lange höre. Sie macht „ihr Ding“: gespeist aus ihrer eigenen Geschichte. Tochter polnischer Holocaust-Überlebender, aufgewachsen in Antwerpen, ihre Abenteuerlust hat sie in die USA geführt. Sie denkt und fühlt die Realitäten von Lebensbrüchen und interkulturellen Welten mit. Ihr Weltbild ist komplex, und sie schafft es, zugänglich zu sein, ohne platt zu werden. Sie spricht mehrere Sprachen fließend, hat einen deutlichen Akzent im Englischen und geht damit selbstverständlich um. Das hat mir Sprachperfektionistin Mut gemacht.
Es ist bei beiden fühlbar: Sie kennen Brüche, sie kennen die Suche nach Zuhause, sie lieben und können, was sie tun. Diese Tiefe ist ihre Kraft. In ihnen erkenne ich mich wieder. Und sie geben mir nicht nur Mut, sondern vor allem Inspiration, das noch eigensinniger, mit mehr Freude, Stolz und Selbstverständlichkeit zu leben.

Mein 2025: Fazit
Worauf bin ich 2025 stolz?
Manches ist schon oben zur Sprache gekommen. Und doch: Stolz, das habe ich so lange geübt. Er war mir so lange fremd. Und damit gehören die folgenden Punkte unbedingt auch in meinen Jahresrückblick 2025!
- Ich bin stolz, dass ich jetzt stolz auf etwas bin. Ich habe viele Jahre lang die tollsten Dinge getan ohne jemals Stolz empfinden zu können. What an achievement!
- Auf meine Facebookgruppe für Hochmyope und für Eltern kurzsichtiger Kinder. Stand Ende 2025 hat sie 424 Mitglieder.
- Als Reaktion auf sehr viele Lebensumbrüche hatte mir mein Körper unmissverständlich gezeigt, dass etwas nicht stimmte. Seitdem bin ich durch tiefe therapeutische Prozesse gegangen. Heute bin ich fast frei von den Symptomen, die mich jahrelang begleitet haben. Ich fühle mehr, bin kraftvoller und stehe ganz anders zu mir selbst. Ganz anders im Leben. Das hat mich viel Geld, Einsatz und Änderungsbereitschaft gekostet. Auf diesen Weg bin ich aufrichtig stolz.
- Ich trage jetzt ohne jedes komisches Bauchgefühl meine Netzhautbrille. Drinnen und Draußen, überall, wo sie mir hilft. Ohne, dass ich mich klein, hässlich und behindert fühle. Meine Hüte, auch aus dem Nutzen geboren, sorgen schon lange fast täglich für Komplimente. Nehme ich mit mit Freude.
- Früher bin ich über meine körperlichen Grenzen gegangen, aus Angst, nicht mehr dazuzugehören. Habe mich zurückgehalten beim Niederländisch, weil es nicht auf dem Level meines Englischs ist – anstatt stolz zu sein, wie gut ich es kann. Immer in der Angst, durch mein Anders-Sein die Anerkennung zu verlieren. Heute gehe ich selbstverständlich und konstruktiv damit um. Und bin stolz darauf, wie ich das tue
- Die Lebenszeit näher, in der meine gesamte finanzielle und damit Lebens-Situation sagen wir mal „spannend“ wird. Und ich meine: Alles. Ich habe mich aus meinen Ängsten herausgearbeitet, mich der Idee geöffnet, dass es auch anders kommen kann und innerlich immer mehr Bilder und Identitäten „geshiftet“. Beschlossen: 2026 werfe ich „Anker“ in mir und meiner Umgebung und stehe offen für Türen, auch wenn sie nur einen kleinen Spalt offen stehen. Ich bin gespannt. Mehr Ruhe in mir nach vielen schlaflosen Nächten.
Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?
Die beste Entscheidung war, dass ich mich sehr bewusst um meine innere Basis gekümmert habe. Mit der Konsequenz: In 2025 nur noch schreiben und posten, wann es passt für mich. Ohne inneren Zwang und aus einer Freude heraus oder dem Gefühl: Das will ich nach Außen bringen.
Das ist zumindest die Entscheidung, die ich hier online stellen möchte.
Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
Ziemlich viel. Und ziemlich viel Privates, das ich hier nicht preisgeben möchten.
Ich zögere daher etwas, meine Gedanken zu veröffentlichen, weil ich fürchte, dass es, wenn ich es so allgemein formuliere, nach seichtem Psycho-Blabla klingt. Und doch: Für mich hat jeder einzelne Punkt ganz praktisch und fühlbar meine Welt deutlich verändert. Ich fühle mich jetzt froher, freier und verbunder. Und viel selbstverständlicher „Ich“.
- Mein Leben hat mich Kontrolle geleert. Alles fest in der Hand halten und selbst regeln, nur darauf kannst du dich verlassen. Das war meine unbewusste innere Lebenswirklichkeit. Wie weit das ging mit der Kontrolle, das habe ich erst in diesem Jahr wirklich verstanden. Oder sagen wir: In Teilen verstanden, denn über meine noch blinden Flecken weiß ich ja nichts. Verstanden und anders geübt. Immer wieder. Ergebnis: Klar, Muster ist nicht weg, aber ich merke es schneller und reagiere dann anders als mein spontaner Impuls es vorgibt. Ds gibt so viel mehr innere Freiheit, Entspanntheit und auch Verbindung zu anderen Menschen!
- Vor lauter unbewusster Angst, nicht mehr dazu zu gehören, wenn ich einfach Anne bin, mit allen Facetten, habe ich mich viel zu oft in die zweite Reihe gestellt. Mein Licht unter den Scheffel. Schon immer. Erst dieses Jahr ist mir einerseits so richtig klar geworden, wie weit das oft ging. Und auch: Dass es, wenn ich es anders tue und mein Licht scheinen lasse, mir genau das Gegenteil bringt: Nämlich gesehen werden. Im schönsten Sinne. Und genau dann dazuzugehören: Zu den Menschen, die passen. Mein „Tribe“. (Das verlinkt sich mit den „Gurus“)

Mein Kalenderblatt Februar 2025 von Lanka „gratitude“ (Dankbarkeit)
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
Für sehr Vieles tatsächlich. Aber in erster Linie: Meine Sicht ist geblieben, was sie 2024 war. Keine Verschlechterung. Ich habe mich erst vor einigen Tagen daran erinnert, dass die Voraussage anhand meiner pathologischen Myopie, des Zustands meiner Netzhaut und vor Allem von Statistiken so war, dass ich dachte, dass ich jetzt sicher nichts mehr lesen und sehen könnte. Ich bin unendlich dankbar, dass mein rechtes Auge sich kein bisschen an die Statistik hält gerade.
Was lasse ich im Jahr 2025 zurück?
In erster Linie: Meine Ängste vor meiner Zukunft, meine Bilder Armut und einem sehr kleinen Leben. Von Heimatlosigkeit. Die Bilder haben schon eine konkrete, realistische Basis, aber sie sind im Moment nicht meine Realität. Ängste helfen nicht, sie machen nur mein Jetzt klein und freudlos.
Natürlich gehe ich innere Schritte und denke auch über konkrete Möglichkeiten „out-of-the-box“ nach. Das ist Realitätssinn und Annehmen dessen, was ist. Das fühlt sich nach dem an, was im Englischen agency heißt und sich im Deutschen so schlecht mit Selbstführung übersetzt. Agency nehme ich mit, Ängste lasse ich so gut wie möglich zurück.
Mein 2025 in Zahlen
Diesen von Judith Peters vorgeschlagenen Abschnitt wollte ich erst rauslöschen. Weil ich 2025 da nicht darauf geachtet habe oder bewusst nicht auf Zahlen hingearbeitet habe. Dann merkte ich: Das ist so eine innere Pseudo-Erfolgs-Idee. Zahlen sind ja erstmal Zahlen. Und ich bin drangeblieben, habe getan, was zu mir passt und das mit Freude. Es geht ja nicht um Wachstum und ich muss auch weder mir noch der Welt etwas beweisen. Einfach nur schön, es hier festzuhalten.
- Webseiten-Besucher in 2025: Ich habe Google Analytics installiert (aus Privacy Gründen)
- Veröffentlichte Blogartikel: 3
- Anzahl Newsletter-Abonnenten: 119
- Anzahl Kundinnen: 1
- Mitglieder in meiner Facebookgruppe für Hoch-Myope und Eltern: 425

Mein Ausblick auf 2026
Mein Hauptjahreswort für 2025 ist: LEBENDIGKEIT.
Begleitende Wörter sind: #MyWay und der kleine Satz: Make it happen!
Ich bin gespannt, welche Auswirkungen sie auf mein 2026 haben werden. Ich plane jetzt schon ganz anders im Geiste.
Du willst das mit den Jahreswörtern auch, praktische Tipps und konkrete Beispiele. Hier mein Blogartikel dazu.
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Ich denke, meine Kapitel oben macht es deutlich: Ich bin Coach, mit Leib und Seele. Schau mal auf meiner Angebotsseite nach: Coaching für Neuanfänge: Raus aus dem, was nicht mehr passt. Hinein in deine Zukunft.
Ich überlege gerade: Welche Webinare oder Online-Treffen möchte ich ins Leben rufen? Möchte ich über Themen sprechen, die ich relevant finde? Da habe ich noch keinen Entschluss gefasst. Du hast einen Wunsch oder Impuls? Lass es mich wissen? Du organisierst etwas für deine Organisation? Sag Bescheid.
Meine 7 Sehheldin- Ziele für 2026
- Ziel 1: Einmal pro Monat einen Blogartikel schreiben (mindestens 10)
- Ziel 2: Mindestens einmal pro Monat meinen SEHHELDIN-Brief herausschicken.
Den kannst du übrigens hier abonnieren: SEHHELDIN-Brief - Ziel 3: Podcast – Auftreten zu den Themen: Umbrüche, Transitionen, Neuanfänge, Zwischen den Welten -Welten verbinden, Hochgradige Kurzsichtigkeit. Auf Englisch, Deutsch oder Niederländisch
Du hast einen Podcast, in den ich richtig gut passe? Oder du kennst einen und kannst mich vielleicht sogar vernetzen? Sehr gerne! Schreibe mir über Linkedin oder direkt: hallo@sehheldin.eu - Ziel 4: Kontinuierlich unterstützen, dass hochgradige Kurzsichtigkeit mehr Sichtbarkeit bekommt und das Eltern wissen, was sie für ihre Kinder tun können. (Optiker/innen, Augenärzt/innen, Augenorganisationen: Gerne melden)
- Ziel 5: Checken, ob ich für das Thema Hohe Myopie ein (emotionales) Unterstützungsngebot einrichten will
- Ziel 6: Mindestens 6 neue Coachingkundinnen, die wirklich passen
- Entspannt bleiben, schauen, was geht. Grösser denken und auch entspannt bleiben. Immer wieder. Annehmen, was ist, aber nicht eingrenzen lassen
- Meine Jahreswörter für 2026 heißen: LEBENDIGKEIT und begleitend: My Way! und „Make it happen“.
Auf 2026! Mit Lebendigkeit, Mut und ganz viel Zuversicht. Denn zumindest die Weltlage lässt ahnen: Leicht und lässig wird es nicht. Und darum plädiere ich für ganz viel GEMEINSAM, ganz viel Zuhören, sehr viel Liebe! (das neue Buch von Daniel Schreiber) und echten, offenen Begegnungen.
Das ist mein persönlicher Rückblick. Ich freue mich, wenn du liest und wirklich sehr, wenn du kommentierst: Hat dich etwas angesprochen? Willst du mir etwas sagen? Ist dir etwas aufgefallen? Spricht dich etwas persönlich an?
Mit Dank an Judith Peters und ihre jährliche Aktion des #Jahresrückblogs. Und ihren Claim, der mich wieder zum Bloggen motiviert hat: Blog like nobody’s reading!


Liebe Anne, was für ein schöner und inspirierender Artikel.
Inne zu halten war für mich 2025 sehr wichtig. Mich weniger in selbstzerfleischenden Gedanken zu verlieren und mehr in Zuversicht zu üben.
Ich bin dankbar, daß es mir leichter fällt, so zu sein, wie ich bin. Und zu sehen, das ist ok. Das habe ich 2025 sehr gespürt!
Und das macht mein Leben soviel voller. Und auch leichter!
Ich möchte 2026 wieder mehr Funken spüren – das hat mir letztes Jahr etwas gefehlt. Ich weiß aber auch, daß ich nicht an allen Baustellen gleichzeitig arbeiten kann. Und es auch nicht will.
Und ich möchte zusammen führen statt zu spalten. Das ist mir ein großes Anliegen in meiner Familie und im Freundeskreis.
Wo in der Welt alles auseinanderfällt, sehe ich das Zusammen als überlebenswichtig.
Ich danke dir, liebe Anne, für dein Teilen und deine berührenden Gedanken.
Alles Liebe. Lydie
Liebe Lydie, ich denke: Es kommt immer erst die Basis und dann kommen die Funken. Wie sollen wir die spüren und leben können, wenn die Zuversicht abhanden gekommen ist und wir nicht wir selbst sind? Auf ein funkelndes, spritziges 2026! Bist du auch stolz auf dich? Ich ja!
Liebe Anne
was für eine Reise Du 2025 gemacht hast. Gratulation!
Zu sich selbst, so, wie man ist, zu stehen, ist eine immerwährende Herausforderung. Ich spreche aus Lebenserfahrung.
Mit zunehmendem Alter wird es jedoch immer einfacher.
Die Kenntnis meines Enneagrammstils und mein bewusster Umgang damit hat mir dazu viele Türen geöffnet.
Ich freue mich auf all Deine neuen Blogartikel und schön, dass wir verbunden sind.
Alles Liebe und Gute
Margaretha
Liebe Margaretha, oh ja, es ist ein Prozess. Und ich glaube, und hoffe auch, dass er nie aufhört! Was wäre das für ein langweiliges, stagniertes Leben ohne jede Lebendigkeit. Ja, Enneagram und auch alle anderen Möglichkeiten, sich selbst besser zu kennen, zu reflektieren und damit zu wachsen sind für mich auch Grundlage. Das liebe ich ja so am Coaching, dass ich Menschen darin begleite. Nicht mit Enneagram, aber auf meine Art und Weise. Ich finde es so toll, dass du so offen für alles bist, immer wieder. Schön, dass wir verbunden sind, Margaretha.