Dieser Artikel hat mehrere Ebenen: Du erfährst, welche Entscheidung ich für mich und für mein Projekt SEHHELDIN getroffen habe, weil Plan A so nicht mehr zu meinem Leben mit meiner Seheinschränkung passte. Wie schwer sie war und wie viel Mut sie mich gekostet hat. Aber auch: Warum sie mir ganz viel Freiheit und „Mehr Leben im Leben“ geschenkt hat.

Darum ist dieser Artikel auch für dich spannend

Wenn eine Krankheit dein Leben verändert, verändert sich alles mit. Egal, ob es sich um eine chronische Krankheit handelt, um die Folgen von Burn-Out oder einer Krebserkrankung. Das gilt für jede tiefgreifende Veränderung in deinem Leben, egal welcher Art.

Und damit verändert sich auch deine bisher geliebte Identität in Teilen: Du bist vielleicht nicht mehr die Arbeitnehmer*in auf dem Weg zum nächsten Karriereschritt, die sich vor Allem über ihre Professionalität und ihren beruflichen Erfolg definiert. Du bist vielleicht nicht mehr der. der spontan fürs Wochenende einen Städtetrip bucht.

Weil es nicht mehr geht und nicht mehr, weil du da gar keine Lust mehr drauf hättest.

Du hängst vielleicht noch zwischen den Identitäten fest. Und, wenn du mit zur SEHHELDIN-Community gehörst, willst du auch noch etwas Anderes: Nicht getrieben von deinen Ängsten un den vermeintlichen Notwendigkeiten im Überlebensmodus vor dich hinzuleben, sondern dafür sorgen, dass du so viel Leben wie möglich in dein Leben einlädst.

Klingt gut? Dann folge mir auf meiner Reise.

Wenns nicht mehr passt, dann passt es nicht mehr

Alles war perfekt ausgearbeitet, mein bestimmt richtig gutes 3-monatiges Programm als Follow-Up zu meinem Piloten GEMEINSAM.  (Infos dazu in meinem Rückblick für 2023) . Die Rückmeldungen waren durch die Bank sehr positiv, ich war absolut in meinem Element und glücklich. Es schien nur einen Weg zu geben: Nach Vorne. Machen. Weiterentwickeln. Endlich ein Programm, mit einer kleinen aktiven Gruppe, wie ich es mir schon so lange vorgestellt hatte.

Das richtig gute Konzept lag dann da so rum in der sprichwörtlichen Schublade. Und lag und lag. Lange dachte ich, ich brauche einfach mal eine Pause. Und danach starte ich voller Schwung in die Umsetzung meiner Pläne.

Irgendwann war auch mir klar: Nein, das werde ich nicht. Ich prokrastiniere nicht nur, dem liegt sehr viel mehr Zugrunde. So viel, dass ich wusste: Ich muss verstehen, um was es hier wirklich geht.

Das war nicht nur eine Entscheidung, sondern der nächste Schritt auf meinem Weg mit einer so anderen inneren und äußeren Identität als früher. Mein Leben und meine fortschreitende Hohe Myopie fragen mich um Entscheidungen und um Haltungen zu meinem Leben. Zu Antworten auf die Frage: „Welcher Mensch will ich sein?“. Immer wieder aufs Neue.

Konkrete Folgen meines tiefgehenden Entscheidungsprozesses
 

  • Das geplante mehrmonatige Onlineprogramm kommt nicht online. Es bleibt eine richtig gute Idee, die grundsätzlich bestimmt sehr gut funktioniert hätte in meinem alten Ich; wenn ich vergesse, dass meine Energie sehr endlich ist durch meine Seheinschränkung, dass ich daher nie weiß, ob ich so regelmäßig und ohne Flexibilität am Start sein kann, dass ich weder einen sogenannten Launch durchführen noch sehr intensiv in die Kundenwerbung gehen kann.
  • Ich werde endlich das tun, was ich mir Anfang des Jahres vorgenommen habe: Mehr Leben im Leben! Und auch: Mehr Leben und Verbindungen in meiner Heimat Nimwegen (Niederlande).
    In meinem Leben gibt es keine Aneinanderreihung von „Und“ mehr. Realistisch sind ein Termin pro Tag, der Rest ist spontan, je nachdem. SEHHELDIN und ehrenenamtlich meine Facebookgruppe für Hohe Myopie und noch ein Ehrenamt hier in Nimwegen und Freund*innen treffen und Sport machen – unmöglich für mich. Ich habe alle Kompromisse ausprobiert, es reicht dann entweder für das eine oder das andere nicht ausreichend. Es war immer ein fauler Kompromiss und ließ mich alles halb machen, wenn überhaupt. Mehr Leben im Leben – Fehlanzeige.
  • Ich lasse daher Ideen und Pläne los, die SEHHELDIN als Unternehmen aufzubauen und zu führen, das heißt, ich lasse das Ziel, Gewinne zu erwirtschaften los und Produktentwicklung, strategische Vermarktung und alles andere, was unternehmerisches Handeln ist. Leicht? Nein, wirklich nicht, das kannst du dir bestimmt vorstellen.
  • Der schwierigste Teil des Prozesses: Ich lasse Ängste los, die ganz natürlich mit fehlendem Einkommen einhergehen. Ich übe mich darin, Vertrauen ins Leben zu entwickeln und mehr und mehr zu spüren. „Het komt goed“ sagt man hier in den Niederlanden, also „Alles wird gut“ oder „Es wird schon wieder“. Und ich besinne mich bewusst auf meine schon so oft bewiesene Kompetenz, für mich immer wieder Lösungen zu finden.

Ich schenke mir Freiheit zurück – mit meinem Plan B

  • Die SEHHELDIN ist 2019 mal als engagierter Blog gestartet, weil ich Ideen und Erkenntnisse zu für mich zentralen Fragestellungen teilen wollte. Fragen, zu denen ich selbst Ideen und Begleitung gesucht und so nirgends gefunden hatte. Das mache ich dann, dachte ich mir und legte los. Was das war? Lies selbst: „Damit du findest, was du suchst oder wie die SEHHELDIN geboren wurde“
  • Dahin möchte ich zurück: Ohne strategische Planung, ohne Druck schreiben und teilen. Ich hatte mal eine Vision und vor Allem eine Leichtigkeit, die mir auf dem Weg der Produktentwicklung und Vermarktung doch in Teilen verlorgen gegangen waren. Ich blieb mir zwar treu, anders kann ich es gar nicht, aber doch veränderte sich etwas, das in mir sehr fühlbar war – und es war kein schönes Gefühl.
  • Ich passe nicht in kleine Schachteln. Das habe ich noch nie. Labels sind nicht mein Ding. „Weltenverbinderin“ hat mich mal jemand genannt, das ist mein Talent, meine Superkraft, da komme ich her, das versuche ich, zu leben. Privat und beruflich. Querverbindungen ziehen, Brückenpfeiler verbinden, Wissensgebieten vereinen. Ich fühle mich schnell eingesperrt, wenn eine Positionierung oder ein Produkt mir eine Richtung vorgibt. Dann gehen Freude und Leichtigkeit verloren und damit ich mir selbst.

Mehr Leben im Leben! Mehr Welten verbinden! Gedankliche Freiheit!
Meine äußere Welt ist schon so viel kleiner geworden. Meine innere Freiheit, die habe ich noch und ich liebe sie!

(Zitat)

Ich möchte für so viel mehr stehen als für das, wofür ich bisher online stehe. Die Schachtel ist mir zu klein geworden. Ich möchte Welten verbinden und nicht in einer gefühlt sehr kleinen Welt festhängen. Und: Ich will mehr Leben im Leben!

Entscheidungen treffen macht frei

Schon nach kurzer Zeit, nachdem ich diese für mich wirklich schwere Entscheidung getroffen hatte, merkte ich: Ich kann wieder atmen! Es öffnen sich neue Türen. Ich öffne neue Türen. Ich entwickle neue Ideen für mehr Leben im Leben. Für mehr Leben in Nimwegen. Ich sage zu und nicht ab. Ich schreibe wieder, was mir in den Sinn kommt, was ich relevant finde, was mich inspiriert und ermutigt. Was mir gedanklich neue Welten eröffnet und neue Räume zeigt.

Ich lächele, während ich das tippe. Plan B ist tatsächlich manchmal besser als Plan A. Die nächste Idee für meinen SEHHELDIN-Brief ist schon in meinem Kopf. Die übernächste auch. Es sprudelt. Ich sprudele. Endlich.


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Coache ich noch? Aber klar!

Ich liebe es, Menschen in tiefgreifenden Umbruchssituationen intensiv zu begleiten. Zu inspirieren, Mut zu geben, mit ihnen auf gute Ideen zu kommen, zu entknoten, zu lachen, neue Lösungen zu fühlen und zu bedenken. Ich liebe es, wenn ich mit dem, was ich schon seit über zwanzig Jahren mit so viel Freude tue, merke: Ich bewirke etwas. Es wirkt, es hilft – und das oft unglaublich schnell. Befreiung und Freiheit, auch für meine Kund*innen. Wunderbar.

Wenn du dich angezogen fühlst, von dem, was ich schreibe und wie ich denke, wenn du eine Sehnsucht danach hast, dich von mir in einer schwierigen Umbruchsphase begleiten zu lassen, dann schau einfach bei meinen Angeboten vorbei oder melde dich direkt bei mir.

Der einzige Unterschied ist: Ich mache nicht mehr gezielt Marketing dafür. Das schaffe ich einfach nicht mehr. Wer mich findet, der findet mich.

Du kannst mir helfen!

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SEHHELDIN Sonne

Liebe Mit-Sehheld*in, dieser Prozess, anzunehmen, was ist, neue Wege zu finden und echte neue Lebenslösungen, das ist ein Prozess, der nie aufhört. Und am Anfang steht immer eine Entscheidung: Die Entscheidung, etwas zu tun. Die Entscheidung, für mehr Leben im Leben. Das ist die Basis.

Welche Entscheidung fragt gerade nach deinem Mut?

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